Im Modell erfasst
- Aktien, Anleihen und Fondsanteile
- Verbriefte und unverbriefte Derivate
- Zugehörige Euro- und Fremdwährungsguthaben
- Verwahrte Kryptowerte mit integriertem Reporting
- Vollständig besicherte Marginpositionen mit täglicher Bewertung
Ein Vorschlag. Ein klarer Rahmen.
Das EB-Depot ist eine freiwillige Alternative zur Besteuerung einzelner Kapitalerträge. Die Idee braucht klare Regeln für Einstieg, Entnahmen, Bewertung und Ausstieg.
Die Eckpunkte
Die Wahl gilt für ein qualifiziertes Depot mit sämtlichen zugeordneten Geld-, Fremdwährungs- und Verrechnungskonten. Einzelne Positionen lassen sich nicht herauspicken.
Was dazugehört
Die Voraussetzung: Die depotführende Stelle kann alle erfassten Positionen und Verpflichtungen zuverlässig bewerten und berichten.
Was löst Steuer aus?
| Vorgang | Behandlung im Modell |
|---|---|
| Kaufen, verkaufen, umschichten | Interner Vorgang; grundsätzlich keine sofortige österreichische Steuer. |
| Dividenden und Zinsen | Verändern den Gesamtwert; Quellensteuern werden gesondert erfasst. |
| Geld einzahlen | Depotwert und Buchwert steigen um denselben Betrag. |
| Geld auszahlen | Proportionale Aufteilung in Buchwertrückzahlung und Gewinn oder Verlust. |
| Wertpapiere übertragen | Sachentnahme zum gemeinen Wert, auch bei einem eigenen Zieldepot. |
| EKA beenden, Tod oder Schenkung | Vollständige Abrechnung zum gemeinen Wert; keine Buchwertfortführung durch Rechtsnachfolger. |
Chancen und Grenzen
Weniger Steuerkomplexität und mehr investiertes Kapital haben auch wirtschaftliche Konsequenzen.
Der Staat erhält Steuern auf interne Erträge später. Die Reform darf deshalb nicht als kurzfristig aufkommensneutral dargestellt werden. Eine Bewertung braucht Daten zu Haltedauern, Entnahmen und Depotvolumina.
Wer Kapital lange investiert lässt, profitiert stärker von der Stundung. Wer laufend Geld zum Leben entnehmen muss, nutzt diesen Effekt weniger.
Spätere Verluste erstatten frühere Entnahmesteuer nicht automatisch. Ein ergänzender Verlustvortrag wäre gesondert zu regeln.
Inländische Banken führen Buchwerte, Bewertung und Steuerabzug. Ausländische Anbieter brauchen standardisierte Jahresberichte; die Besteuerung erfolgt dann über die Einkommensteuerveranlagung. Quellensteueranrechnung erfordert ein zusätzliches Konto.
Der Blick über die Grenze
Der internationale Vergleich unterscheidet zwischen persönlichen Anlagekonten, Gesellschaftsmodellen und jährlicher Pauschalbesteuerung.
Das direkte Vorbild für die proportionale Entnahmeberechnung. Es ist ein engeres Aktienmodell mit anderen Einzahlungs- und Verlustregeln.
Eine alternative Reihenfolge: zuerst Einlagen entnehmen, später Gewinne besteuern. Die Entnahme wird nicht proportional aufgeteilt.
Deutschland und Estland werden als Gesellschaftsmodelle verglichen. Das schwedische ISK folgt einer jährlichen Pauschalbesteuerung statt der Entnahmebesteuerung.
Die ausländischen Modelle sind nicht identisch mit dem vorgeschlagenen EKA.